Nimm Dir Zeit für Dich – Warum Selbstfürsorge wichtig ist

Gut für Dich selbst zu sorgen scheint sollte eigentlich etwas Selbstverständliches sein. Aber leider ist es das nicht immer, wie ich aus eigener Erfahrung weiß. 

 

Oft vergessen wir im hektischen Alltag, uns um unsere eigenen Bedürfnisse zu kümmern. Hier ist noch was dringendes zu erledigen, dort haben wir noch ganz viel zu tun. Wir kümmern uns um die Projekte bei der Arbeit, die Bedürfnisse unserer Familienmitglieder, die Sorgen unserer Freunde, den Haushalt, unsere Pflichten im Verein. Und oft kommen wir dabei zu kurz.

 

Lange Zeit geht das vielleicht gut, aber irgendwann fühlen wir uns erschöpft, ausgebrannt, müde – das kann bis hin zum Burnout gehen.

Ich habe das selbst erlebt, und ich habe in den letzten Jahren in meinem Freundes- und Bekanntenkreis mehr als einmal gesehen, wie Leute sich selbst so lange hinten angestellt haben, bis sie nicht mehr konnten.

 

Deshalb möchte ich heute über Selbstfürsorge –  oder auch self-care, wie es im Englischen heißt, schreiben.

 

Was bedeutet Selbstfürsorge eigentlich genau?

 

Selbstfürsorge bedeutet, dass Du Dich verantwortungsvoll um Deine persönlichen Bedürfnisse kümmerst um gesund, fit und belastbar zu bleiben.
Es geht um eine gute Balance in Deinem Leben. Nicht nur darum, dass Du körperlich gesund bist und bleibst, sondern auch darum Dich um Deine mentalen und seelischen Bedürfnisse zu kümmern. Kurz gesagt, dafür zu sorgen, dass es Dir in allen Bereichen Deines Daseins gut geht.

Wir sind oft so erzogen, die Bedürfnisse anderer über unsere eigenen zu stellen, uns durchzubeißen, brav unsere Pflichten zu erledigen, immer weiter zu machen, auch wenn unsere inneren Akkus schon zur Neige gehen. 

 

Sich aufopfern, selbstlos immer für andere da sein, seine Pflichten klaglos  erledigen, egal wie es einem geht, ja, selbst endlose Überstunden machen und schuften wie ein Workaholic wird in unserer Gesellschaft oft gelobt, anerkannt und bewundert. 

Es schwebt immer noch bei sehr vielen von uns in den Hinterköpfen herum, dass wir egoistisch oder selbstverliebt wären, wenn wir uns um uns selbst kümmern.

 

Aber das stimmt überhaupt nicht. 

Wenn wir uns selbst nicht soweit wertschätzen, dass wir etwas für unser eigenes Wohlbefinden tun, werden wir irgendwann am Ende unserer Kräfte sein, wir werden krank oder fühlen uns schlecht.

 

Hier ein kleiner Selbstfürsorge-Check, mit ein paar Fragen, die Du Dir selbst stellen kannst:
 

– Fühlst Du Dich oft überreizt oder dünnhäutig?

 

– Arbeitest Du oft an etwas, ohne Pausen zu machen?

 

– Fühlst Du Dich häufig erschöpft oder müde? 

 

– Ignorierst Du manchmal Deine eigenen Bedürfnisse, wie zum Beispiel Hunger oder Durst, bis Du unterzuckert und zitterig bist oder Kopfschmerzen bekommst?

 

– Erledigst Du Deine Aufgaben möglichst schnell, ohne darauf zu achten, wie es Dir geht?

 

– Ist Dein Leben nicht besonders abwechslungsreich?

 

– Hast Du ein schlechtes Gewissen, wenn Du Dir mal eine Pause gönnst oder eine Auszeit nimmst?

 

– Hast Du manchmal das Gefühl, nicht selbstbestimmt zu handeln, sondern ständig nur Sachen zu erledigen die von Außen auf Dich einströmen?

 

– Bist Du mit Dir selbst oft unglücklich?

 

– Nimmst Du die Bedürfnisse von anderen oft wichtiger als Deine eigenen?

Wenn Du Fragen mit JA beantwortet hast, ist es vielleicht an der Zeit, Dich öfter mal liebevoll und bewusst um Deine eigenen Bedürfnisse zu kümmern.

 

Wieso genau ist Selbstfürsorge wichtig?

 

Selbstfürsorge ist in erster Linie wichtig für Dein persönliches Wohlbefinden. Und das hat nichts mit Egoismus zu tun.
Denn davon hängt eine Menge ab: Deine körperliche und geistige Gesundheit, Deine Leistungsfähigkeit, Dein persönliches Wachstum, Deine Lebensfreude und Zufriedenheit.

Wenn Du regelmäßig dafür sorgst, dass es Dir selbst gut geht, kannst Du Dich mit voller Energie, sozusagen mit aufgeladenen Akkus ins Leben stürzen.

 

Positive Effekte, wenn Du Dich um Dein persönliches Wohlbefinden und Deine Bedürfnisse kümmerst:

 

– Dein Stresslevel sinkt
– Du bist ausgeruht und fühlst Dich energiegeladener
– Deine Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit steigt

– Deine Kreativität und Produktivität steigen

– Du bist entspannter und zufriedener
– Du kannst wieder mehr Dinge genießen
– Du kannst besser für andere da sein
– Deine Beziehung zu Dir selbst verbessert sich, und dadurch können sich auch die Beziehungen zu anderen verbessern
– Du fühlst Dich seelisch ausgeglichener und mehr in BalanceKörperlich bist du fitter, Deine Gesundheit verbessert sich
– Du hast das Gefühl, Dein Leben wieder besser im Griff zu haben und lebst selbstbestimmter
– Deine Resilienz steigt, Du kannst Herausforderungen und Krisen leichter bewätigen

Wie kannst Du nun also mehr Selbstfürsorge in Dein Leben integrieren?
 
  1. Nimm Dir Zeit für Dich:
    Blocke jeden Tag ein bisschen Zeit, in dem Du Dir eine Auszeit für Dich selbst nimmst. Ganz ohne schlechtes Gewissen! Denn nur wenn Du regelmäßig für Dich selbst sorgst, hast Du genug Energie um Deinen Alltag positiv zu gestalten und anfallende Aufgaben zu erledigen.

  2. Sei achtsam mit Dir selbst:
    Gewöhne Dir an, tagsüber immer mal wieder in Dich reinzuhören.
    Wie fühlst Du Dich gerade?
    Wie fühlt sich Dein Körper an?
    Brauchst Du gerade etwas oder bist du zufrieden?
    Was brauchst Du gerade? Was würde Dir gut tun?

  3. Finde heraus was Dir gut tut:
    Überlege, was Deinem Körper, Deinem Geist und Deiner Seele gut tut, was Deine Gesundheit verbessern würde, was Du mental anregend findest und was bei Dir für seelischen Ausgleich sorgt und notiere Dir das.
    Du kannst auch mal auf Deiner Glücks-Liste gucken, denn was Dich glücklich macht, sorgt auch für Ausgleich!

Mach Dir keine Sorgen, wenn Du manchmal nicht dran denkst, etwas für Dich selbst zu tun. Du sollst Dir mit der Selbstfürsorge nicht zusätzlich Druck machen!

 

Veränderungen brauchen Zeit. Eingefahrene Verhaltensweisen und Gewohnheiten zu ändern, geht nicht über Nacht. 
Deshalb sei einfach geduldig mit Dir selbst. Sein Leben positiv zu verändern ist ein Prozess.

Sei nett zu Dir selbst, auch – oder gerade – wenn Du mal wieder vergessen hast, Dich ausreichend um Dich selbst zu kümmern. Wenn es Dir auffällt, ist das schon ein Schritt in die richtige Richtung. Nimm Dir dann einfach wieder die Zeit, Dich um Deine Bedürfnisse zu kümmern. 
Damit Du ein selbstbestimmtes, glücklicheres und erfolgreicheres Leben für Dich gestalten kannst.

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Ein Kommentar

  1. Pingback:Selbstfürsorge: 4 Basis-Tipps – Thea Pfeiffer

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